Schmidt & Holzinger Innenarchitekten

Martin-Luther-Straße

Die nördlichen Teile des Frankfurter Nordends sind Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Damals wie heute sind die Wohnräume üblicherweise zur Straße gerichtet. Im hinteren Teil der Häuser befinden sich die Küche, das Schlafzimmer und typisch für diese Zeit: das Frankfurter Bad und ein separates WC.

Anders in dieser Wohnung in der Martin-Luther-Straße. Nach dem Umbau ist hier das Kochen als Teil der Wohnräume nach vorn auf die Straßenseite gezogen. Ein freier Kaminzug, in dem die neue Abwasserleitung verläuft, hat dies möglich gemacht. Einem weiteren freien Kaminzug ist es zu verdanken, dass es im Wohnzimmer einen offenen Kamin gibt.

Die alten Türen, Sockelleisten und Fensterbekleidungen sind mühsam von dicken Farbschichten befreit worden. In der kompletten Wohnung liegen bis zu sechs Meter lange geräucherte Eiche-Schlossdielen. Die anderen Materialien halten sich gegenüber den dunklen Dielen farblich zurück. Die Küchenfronten und der frei im Raum stehende Küchenblock sind schneeweiß. Die Kaminbank und die Natursteinarbeiten im Bad sind aus grauem Kalkstein, der bei genauer Betrachtung eine leicht wolkige Struktur hat. Auch die Wandfarbe spielt mit Grautönen, die auf die Einrichtung jedes Raums abgestimmt ist.